Druck unter Glasur

Im Jahre 1886 führte Villeroy & Boch Mettlach eine in England bereits genutzte Technik (Druck unter Glasur, im Englischen PUG = Print Under Glaze genannt) für eine im Preis günstigere Produktionslinie ein. Es wurde sowohl Steingut als auch Steinzeug als Korpusgrundlage eingesetzt. Die Mettlacher Handwerker wurden hervorragend auf diese neue Technik vorbereitet. 
 
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Gedruckte Dekore
 
Diese Technik basierte auf lithografischen Zeichnungen (Lithografie = Flachdruckverfahren), die aus Stein- oder Metallplatten (Zink oder Aluminium) zusammengesetzt waren, eine für jeden Farbton. Die Farben wurde dann mit einer Rollpresse einzeln auf einen Papierbogen (Seidenpapier) übertragen, welche dann letztlich die gesamte bunte Dekoration (= Abziehbild) umfaßten.
 
Dieses wird auch als Druckdekor bezeichnet, da sich das Dekor durch das Einweichen des Papiers mit Wasser auf den bereits gebrannten bzw. glasierten Objekt-Korpus übertrug. 
 
Interessant ist, dass die gedruckten Dekore erst ab 1893 auf Wandtellern aufgebracht wurden, obwohl diese Technik bereits 1885 eingeführt wurde und bis 1893 bei mehr als 200 verschiedenen Dekoren (z.B. die Nummern 565 bis 736) von anderen Produkten zum Einsatz kamen.
 
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