Kamee und Phanolith Kreationen

Es dauerte in Mettlach fast 50 Jahre bis man vom Reliefstil (Anfänge um 1840) in eine neue, auf den ersten Blick ähnliche Produktionstechnik wechselte, dem Kamee (engl: Cameo) und Phanlolith (= sichtbarer Stein, aus dem Griechischen phanein = "sichtbar werden, zum Vorschein kommen" und lithos = Stein).

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Etwa 1893 wurde dieses zweifarbige (Pâte-sur-Pâte) Steinzeug in Mettlach eingeführt und hatte seinen Höhepunkt in der Weltausstellung in Paris in 1900. Im Jahre 1901 wurde es in den Mettlacher Steinzeugkatalog aufgenommen. Meister in der Anwendung dieses neuen Produktionsverfahrens war der Mettlacher Modelleur "Jean-Baptiste Stahl".

Aus mündlichen Überlieferungen innerhalb der Familie Stahl weiß man, dass es sich um den Werkstoff "Parian" gehandelt haben soll, den Jean-Baptiste Stahl bei der Erstellung seiner Kamee- und Phanolith-Kreationen für Mettlach benutzt hat.

Parian ist eine Art "Porzellan", dass seit dem 2. Drittel des 19. Jahrhunderts Anwendung fand, vor allem in der Herstellung von Puppenköpfen, Büsten und Figuren. Es hat einen seidig schimmernden Glanz aber nicht so stark glänzend wie glasiertes Porzellan.

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