Heinrich Schlitt als Kinderbuch-Autor

Stoffel

Heinrich Schlitt hatte sich als vielseitiger Künstler einen Namen gemacht. Dass er aber ein Kinderbuch verfasst hat, ist eigentlich nur sehr wenigen bekannt. Doch es blieb leider (so der aktuelle Wissensstand) bei einem einzigen Buch, auch wenn (mein persönlicher Eindruck) die Geschichte und die Illustrationen sehr ansprechend sind und man eigentlich hätte mehr erwarten können. Ob es aber wirklich ein einmaliger Versuch als Kinderbuchautor war, diese Frage bleibt nach wie vor offen.

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Bekannt ist noch, dass er zumindest ein weiteres Buch mit 5 Aquarellen illustrierte. Dieses Buch hat den Titel "Worulf, der Rattenfänger von Hameln" und ist 1881 im Verlag A. Brecht erschienen. Es ist eine Erzählung aus dem 13. Jahrhundert. Die Illustrationen wurden nicht signiert, lassen sich aber Schlitt eindeutig zuordnen, auch wenn er sich darin nicht als den wohlbekannten Humoristen darstellt.

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Nun zu dem eigentlichen, von ihm selbst verfassten Kinderbuch, welches den Titel "Stoffel und die bösen Buben" trägt und 1887 im Verlag Ensslin und Laiblin (Reutlingen) erschienen ist. Dieses Buch umfaßt 28 kolerierte Seiten mit Reimversen und ist unterteilt in 5 Bubengeschichten mit den Titeln: 

  • Das Blasrohr
  • Das Klingeln
  • Das kalte Bad
  • Die Geldbörse
  • Die Wasserspritze und allgemeine Vergeltung

Erzählt wird von dem dummen Stoffel, der nicht sonderlich klug ist und den 3 bösen Buben Otto, Paul und ihrem Anführer Heinrich (hier könnte der Künstler sich selbst gemeint haben). Heinrich hat nur böse Streiche im Kopf, die er gemeinsam mit Otto und Paul begeht. Da die 3 deutlich gescheiter sind als der Stoffel, gelingt es ihnen, dass Stoffel für ihre Streiche bestraft wird, da er per Zufall immer auf den Tatort des Schabernacks traf. Doch zum guten Schluss werden die 3 dann doch noch gefaßt und ihrer gerechten Strafe zugeführt:-))

Quellenangaben:

1. Mettlacher Turm (AusgabeDezember 1987 / Nr. 36): Vereinszeitschrift des Mettlacher Steinzeugsammler Vereins, Artikel: Dieter Kusber - Heinrich Schlitt: Ein Versuch als Kinderbuchautor

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