Mettlacher Markierungssystem 

Als wichtigste Handelsmarken (Stempel Verzeichnis / Markenzeichen / V&B Stempel) in dem goldenen Zeitalter der Mettlacher Keramik von 1885 - 1910 kann man die Turmmarke (= Prägemarke) und die Merkurmarke (= Stempelmarke) ansehen. Daneben gibt es auch sogenannte Reliefmarken (aufgesetzte Markensymbole, siehe u.s. Galleriebilder), die vor 1880 eingesetzt wurden.

Dieser Teil meines Web-Books ist umfangreich und führt Sie in die Geheimnisse des Mettlacher Markierungssystem ein. Leisten Sie eine Spende UND registrieren Sie sich über die Startseite. Ich schalte Ihnen anschließend das gesamte Web-Book frei. Da ich hier wirkliche Mettlach-Liebhaber ansprechen will, habe ich den Mindestspendenbetrag auf 10 Euro festgelegt.

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Weitere interessante Informationen zu Mettlacher Keramik / Stempeln findet man hier:

 

Traurige Bilanz nach fast 2 Jahren Webpräsenz:

Warum schreibe ich diesen Bericht gerade auf diese Seite meines Web-Books werden Sie sich wohl fragen.

Ganz einfach, es ist die meistbesuchte Seite (Google Analytics sei Dank). Würde ich ihn auf der Startseite platzieren, würde ihn keiner finden und damit auch nicht lesen.

Etwa 95% Prozent aller Besucher interessieren sich genau für den Inhalt dieser einen Seite und nicht für die Künstler, Herstellungstechniken und kulturellen Hintergrund der Mettlacher Kermiken aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. 

Ich habe mich schon oft gefragt, was dies nun für Menschen sind. Es können keine Mettlach-Sammler sein, denn für die wird diese Seite keine großen neuen Erkenntnisse bringen.

Also muß ich davon ausgehen, dass es Menschen sind, die nur eine Information benötigen, um ihre (wahrscheinlich geerbte) Mettlach Keramik zeitlich einzuordnen. Diese Vermutung wird noch bestärkt darduch , da diese Besucher meiner Webseite sofort wieder verlassen (auch dafür Google Analytics grossen Dank), nachdem sie die gewünschte Information (nicht) gefunden haben. 

Dabei ist das Alter dieser Keramiken eigentlich von keiner großen Bedeutung. Aus historischer Sicht sind sie noch nicht einmal sehr alt und wenn man sich etwas damit beschäftigt, dann sind es letztlich Massenprodukte der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts, die in großen Stückzahlen produziert wurden. 

Der Wert dieser Keramiken ergibt sich allein dadurch, dass es Sammler wie mich gibt, die sich dafür interessieren und aufgrund der Konkurrenz zu anderen Sammlern den Preis nach oben treiben. Materiell gesehen haben diese Keramiken eigentlich keinen Wert, vielleicht noch das Zinn am Deckel, mehr aber nicht.

D.h. im Umkehrschluss, wenn es keine Sammler mehr gibt, dann gibt es auch keinen Sammlerwert mehr und die Keramiken sind wertlos. Ein Schicksal, dass viele Keramiken von anderen Herstellern der damailigen Zeit schon erfahren haben. Nur der Name "METTLACH" ist eigentlich im Moment noch verantwortlich dafür, dass die Preise noch nicht ganz verfallen sind. Aber diejenigen, die hinter diesem Namen noch eine Bedeutung sehen, werden immer weniger.

Wenn ich mir dann noch das Erlebnis meines bereits erwachsenen Sohnes in der Schule ins Gedächtnis zurückrufe, von dem er mir traurig ("Armer Papa") vor kurzem berichtete  (im Unterrricht wurde gerade das Thema "Villeroy & Boch Mettlach und Bierkrüge behandelt, was in der Klasse zu lautstarken Ausrufen "Wie kann man einen solchen Schei.. nur sammeln" führte), kann ich an Besserung der Situation nicht mehr glauben.

Fazit ist, dass ich meine eigene, umfangreiche Mettlach-Sammlung einem Auktionshaus zur Versteigerung angeboten habe, in der Hoffnung, dass es noch Menschen gibt, die diese Keramiken UND die dahinter stehenden Künstler zu schätzen wissen. Denn rein als Spekuationsobjekt eignen sie sich nicht mehr. 

 

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