Hinweise zum Versand

Henkel abgebrochen beim Transport - Ursache: Falsche Verpackung

Wenn Ihr eine Mettlach-Keramik versendet (gilt natürlich auch für jegliche Keramik anderer Hersteller), so ist es wichtig, dass man die Verpackungsrichtlinien des Paketdienstleisters einhält (siehe auch u.s. Links), damit bei einem Schaden die Transportversicherung auch bezahlt. Generell ist es so, dass ohne sichtbare Beschädigung des Außenkartons die Versicherung bzw. der Paketdienstleister (in Deutschland meist DHL oder Hermes) Probleme machen wird.

Mir ist leider kein einziger Fall bekannt, dass die Versicherung bei Schäden an der Keramik und intakter Außenhülle des Kartons jemals bezahlt hat. Man geht in diesen Fällen generell davon aus, dass die Ware nicht richtig verpackt war und meine Erfahrung bisher ist, es stimmt leider!!!

Erfahrene Mettlach-Sammler und auch Händler wissen, worauf sie zu achten haben und ich hatte hier auch bisher keine Probleme. Es sind in der Regel die unerfahrenen, privaten Verkäufer, die einen Mettlacher Artikel auf dem Dachboden gefunden bzw. geerbt haben und zu Geld machen wollen. Hier muß man aufpassen und vor dem eigentlichen Versand Ratschläge geben, worauf zu achten ist. Und laßt Euch nicht mit dem oft gehörten Spruch "Ich kann das, ich bin ein guter Verpacker, die Ware wird "bombensicher" versandt ...) abspeisen. Fragt bitte genau nach, welchen Karton man nimmt, wie groß er ist, welches Verpackungsmaterial man einsetzen möchte usw. ! Es lohnt sich und man spart sich eine Menge Ärger danach, wenn es zum Schaden kommt.

Leider ist meine Erfahrung aus der Vergangenheit so, dass auch die besten Ratschläge oft nichts nutzen. Keine Ahnung, ob es nur reine Faulheit ist, das richtige Verpackungsmaterial zu besorgen oder auch nur ein Versuch weiterer Gewinnmaximíerung, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Doch neben den vielen Unannehmlichkeiten, die man sich dann im Fall der Fälle einhandelt, ist ggf der Verlust einer schönen Mettlach Keramik noch viel höher zu werten und ich war schon oft den Tränen nahe, wenn es passierte...

Ich gehe mittlerweile bei privaten Käufen kein Risiko mehr ein. Ich schicke dem Verkäufer immer einen geeigneten Karton mit Verpackungsmaterial auf meine Kosten zu und trage in der Regel auch (wenn der Verkäufer darauf besteht) den Rückversand zu mir. Seitdem ist nichts mehr zu Bruch gegangen.

Was die Stabilität von Mettlach-Keramiken betrifft, so sind wir uns (denke ich) alle einig. Sie sind sehr stabil! Doch es gibt Schwachpunkte, auf die man beim Verpacken besonders achten sollte.

Im folgenden versuche ich mal einige Tipps beim Verpacken von Mettlach-Krügen zu geben. Diese Tipps lassen sich mehr oder weniger auch auf andere Keramiken übertragen

Erfahrungsgemäß kommt es bei Krügen sehr oft zu Beschädigung am Henkel, der bei einem unsanften Aufprall des Kartons beim Transport zerbricht. Warum es gerade der Henkel ist, war mir lange unklar. Dann schaute ich mir die Krüge mal genauer an, bei denen es zu diesen Schäden kam und stellte fest, dass das Übel oft in den schweren Zinndeckeln liegt, die in der Regel über den Rand des oberen Krugrandes hinausragen. Schlägt der Krug nun wegen unzureichender Polsterung im Karton auf dieser Kante des Zinndeckels hart auf, dann übertragen sich die Kräfte auf das Zinnband am Henkel und es kommt zum Bruch.

Aber auch das Inlay (Krüge mit Keramikeinlage im Deckel) ist bruchgefährdet. Es ist sehr dünn und hält kein hohen Drücke von außen aus.

Was sollte man generell beachten:

1. der Krug darf sich im Inneren des Kartons beim Transport nicht mehr bewegen. Er ist mittig im Karton zu platzieren und der Abstand zu den Außenwänden sollte mindestens 6cm (besser 10cm) betragen. Am besten man nutzt einen zweiten, kleineren, gut gepolsterten Karton, in den man den Krug hineinlegt und diesen dann in den größeren Außenkarton verfrachtet.

2. den Krug immer dick mit Luftpolsterfolie einwickeln (bitte kein Zeitungspapier benutzen, da dieses nicht gegen Stöße schützt). Zwischen Deckel und oberen Krugrand auch die Folie legen, damit der Deckel nicht auf den Krug aufschlagen kann (was in der Regel zu Beschädigungen führt)

3. den Daumendrücker ebenfalls besonders gegen Bruch schützen. Am besten separat mit etwas Luftpolsterfolie einwickeln

4. wenn mehrere Artikel in einem Karton versendet werden sollen, dann bitte darauf achten, dass sie sich beim Transport nicht berühren können

5. Zum Auspolstern des Kartons Styropor oder dicken, stabilen Schaumstoff verwenden. Zur Stabilsierung des Kruges innerhalb des Kartons entweder Schaumstoffkugeln oder zur Not auch zerknülltes Zeitungspapier verwenden.

6. keine gebauchten Kartons nutzen, die bereits deutlich beschädigt sind

7. Aufkleber mit der Aufschrift "Zerbrechlich" besorgen und auf den Karton außen kleben

 

Hier einige nützliche Links

1. Verpackungshinweise DHL

2. Verpackungshinweise Hermes Versand